Schnee, Badespass, Osterhasen und der Yeti lassen den Schulstress in den Bergen schnell vergessen

Das letzte Klingelzeichen vor den Osterferien war am CAROLINUM kaum verklungen, da saßen 25 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der 7. bis 10. Klassen schon im Bus. In der Nacht vom 23. zum 24. März fuhren sie nach Österreich ins schöne Zillertal, um dort gemeinsam mit ihren Lehrern die Osterferien zu verbringen.

Nach der anstrengenden Nachtfahrt und einem Tag Ruhe empfing das Zillertal seine Gäste aus Bernburg mit strahlendem Sonnenschein und schönstem Winterwetter. Jeder Teilnehmer, ob Anfänger oder geübter Skifahrer, kam dabei auf seine Kosten. Stets war man bemüht, das Können der jungen Skifahrer zu verbessern und dabei den Spaß an der Bewegung im Freien nicht zu vergessen. Jeder einzelne Tag hatte seine besonderen Seiten und die Kamera war stets für lustige Aufnahmen bereit, die in der Regel am gleichen Abend noch ausgewertet wurden. Der Spaß fand auch trotz der täglichen 30-minütigen Busfahrt zur Unterkunft kein Ende. Denn schließlich gab es jede Menge lustige Lieder, die man in dieser Zeit singen konnte. Das machte nicht nur die Busfahrt kurzweilig sondern auch den Busfahrer zufriedener mit seinem Job.

Nach drei anstrengenden Skitagen war Entspannung im Erlebnisbad angesagt, eine Wohltat für Körper und Seele. Natürlich durfte in dieser Woche auch das zünftige Halli-Galli nicht fehlen. Ein Spaß, den wohl alle in guter Erinnerung behalten werden.

Was wäre ein Osterfest ohne Überraschung. Ostereier im Schnee zu verstecken und dann zu suchen ist sicher nicht alltäglich. Noch dazu, wenn man dabei vom Osterhasen, seiner Frau und dem Yeti persönlich begleitet wird. Ja, der Yeti lebt. Alle 25 CAROLINer haben ihn leibhaftig gesehen.

Traditionell fuhren alle Teilnehmer am letzten Tag in bunten Kostümen gemeinsam durch das gesamte Skigebiet. Da der Yeti auch in diesem Jahr einige tolle und tollkühne Talente auf der Piste entdeckte, wurden diese bei der traditionellen Ski-Taufe am letzten Abend in den „YETI-Club der CAROLINER“ aufgenommen.

Am Oster-Samstag kehrten alle Teilnehmer wohlbehalten, gesund und mit einem riesigen Sack toller Erlebnisse nach Bernburg zurück.

Skifahren besitzt am CAROLINUM in Bernburg eine sehr lange Tradition. Seit 25 Jahren absolvieren Abiturienten der 11.Klasse jährlich einen einwöchigen Skikurs und verbringen die Winterferien in Begleitung ihrer Lehrer in den Alpen. Das Oster-Skiprojekt bietet seit 8 Jahren den jüngeren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, schon sehr früh die Grundfertigkeiten und die Schönheit dieses Sports kennenzulernen.


Eindrücke vom Projekttag in Marienborn

Am 12. und 13. März 2018 fuhren wir Schüler der 10. Klassen in die Gedenkstätte Marienborn. In Marienborn befand sich zur Zeit der deutschen Teilung ein Grenzübergang zwischen der DDR und der BRD.

Nachdem wir nach einer einstündigen Fahrt dort ankamen, erwartete uns eine Führung durch das Gelände. Als erstes sind wir auf einen ehemaligen Wachturm gegangen, von dem aus gezeigt wurde, wo und mit welchen erschreckenden Mitteln die Grenze überwacht wurde. Dabei wurden uns auch Situationen geschildert, in denen ein dort arbeitender Grenzsoldat steckte. Er musste sich entscheiden, ob er den Flüchtenden erschießt und somit belobigt wird oder ob er ihn laufen lässt, aber dafür ins Gefängnis geht. Es war eine Entscheidung von wenigen Sekunden. Uns wurde wahrscheinlich allen bewusst, dass wir niemals in einer solchen Situation sein wollten. Dies war ein Gesichtspunkt, der uns zum Nachdenken anregte. Die Vorstellung, dass sich dort noch bis vor 30 Jahren solche Ereignisse abspielten, war einschüchternd und der Aspekt, dass dieser Ort original erhalten geblieben ist, machte diese Vorstellung nur noch realer. Des Weiteren wurde uns auch eine Garage, in denen Menschen, die über die Grenze wollten, kontrolliert und bei der Flucht erwischt wurden, gezeigt. So viele Hoffnungen auf ein freieres und besseres Leben nahmen dort ihr Ende.

Nach der Führung haben wir uns in Gruppen aufgeteilt und im Rahmen eines Workshops spezielle Themen bearbeitet. Zur Auswahl standen dabei folgende Thematiken:

  • Fluchten und Ausreisen aus der DDR
  • Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet der DDR und das Leben an und mit der Grenze
  • Die Grenztruppen und das Grenzregime der DDR
  • Das MfS (die Stasi) in der DDR und auf der GÜSt Marienborn

Am Ende des Projektes wurden die jeweiligen Ausarbeitungen präsentiert. Wir erhielten Einsicht in verschiedene Gesetzesregelungen, die heute gar nicht mehr nötig sind. Außerdem haben wir an verschiedenen Fallbeispielen das Leben und die Probleme in der DDR deutlich gemacht.

Jeder Projektteilnehmer konnte wahrscheinlich auch etwas aus dem Besuch der ehemaligen Grenzübergangsstelle Marienborn mitnehmen. Wir sollten es schätzen, dass wir im heutigen Deutschland leben, in dem es uns gut geht und wir auch so viele Freiheiten und Möglichkeiten haben.

Außerdem bedanken wir uns recht herzlich bei den freundlichen Mitarbeitern der Gedenkstätte Marienborn, welche uns den Tag über einen sehr umfangreichen und interessanten Einblick in die Zeit geben konnten, als der Grenzübergang noch genutzt wurde.

 A.Gerecke und J.Naumann, Klasse 10/4


2. Lehrersprechtag 2018

Am Mittwoch, 22.03.2017 fand der zweite Lehrersprechtag des Schuljahres 2016/17 mit allen Lehrerinnen und Lehrern sowie der Schulleitung statt. Die Klassen- und Fachlehrer informierten über den Leistungs- und Entwicklungsstand Ihrer Kinder.

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Projekt Wasserwandern 2017 – Gymnasium Carolinum

Am Samstag, den 10. Juni, haben sich die Schüler der 7. und 8. am Theater in Bernburg getroffen. Die Vorfreude war groß und so wurden schnell die Gepäckstücke in den Bus geladen und das Projekt Wasserwandern war gestartet.

Unser Ziel:          die Mecklenburger Seenplatte um dort auf der Havel zu paddeln

 

Tag 1

Im Bus erklärte Herr Richter was uns auf diesem Schulprojekt erwarten wird. Nach einem Zwischenstopp, bei welchem wir uns „amerikanisch“ gestärkt hatten, erreichten wir am Nachmittag den Startpunkt und unseren ersten Zeltplatz. Dort angekommen, bauten alle ihre Zelte auf, dabei brauchten wir noch recht viel Hilfe und es hat auch noch lang gedauert. Aber Übung macht den Meister…

Herr Rosch und Herr Schreiner hatten die Reise im Auto angetreten und kamen etwas später als der Bus an. Nachdem auch sie ihre Zelte aufgebaut hatten, gingen wir zum Bootsverleih um uns mit Kanadiern und Kajaks auszurüsten. Natürlich auch Schwimmwesten, Paddel und wasserdichte Tonnen für unsere Sachen, die wir mit ins Boot nehmen wollten.

Als erstes erklärte uns Herr Richter, wie wir das Boot steuern können und schon konnten wir die Boote besteigen und uns selbst probieren. Als Übungsstrecke -etwa 1 bis 2 km- paddelten wir bis zur ersten Schleuse auf der Havel und wieder zurück zum Zeltplatz. Noch fiel uns das Paddeln schwer und auch das Steuern der Boote war nicht einfach. Aber wir hatten ja noch einige Tage vor uns.

Nachdem wir die Boote aus dem Wasser genommen hatten, wurde das Abendessen vorbereitet. Mit leckerem Gegrillten saßen wir noch zusammen und haben zum Gitarrenspiel von Isabell gesungen.

Müde sind wir dann ins Bett gefallen und erschöpft aber zufrieden eingeschlafen.

  

Tag 2

Als wir aufgewacht waren, haben wir unsere Zelte ausgeräumt und Luft von den Luftmatratzen gelassen - danach gab es Frühstück mit frischen Brötchen und Tee.

Jeden Morgen haben wir diskutiert, ob es die Nutella – der Nutella oder das Nutella heißt. Wir haben uns geeinigt: jeder kann es sich selbst aussuchen.

Nach dem Frühstück wurden die Zelte abgebaut - auch hierfür brauchten wir noch lange. Anschließend erklärte Herr Richter den Tagesplan: wir wollten das Highlight unseres Projektes befahren – die Schwaanhavel – ein unberührtes Stück Natur, auf welchem keine Motorboote fahren dürfen. Das Tagesziel hieß Wesenberg, hier war unser nächster Zeltplatz.

Wir haben unser Gepäck in den Booten verstaut und machten uns auf den Weg. Nur Kaspar legte einen Fehlstart hin und kippte mit seinem Kajak um und fiel ins Wasser. Aber das konnte auch seine gute Laune nicht trüben und wir starteten Richtung erster Schleuse. Die Vorfreude war groß, denn dahinter würde die Schwaanhavel anfangen. Als wir geschleust wurden, trafen wir auf andere Kajakfahrer, die wir vorließen, weil wir nach der Hälfte der Schwaanhavel umkehren wollten und diese nur sehr schmal ist. Auf der anderen Seite der Schleuse angekommen, paddelten wir zur Schwaanhavel und fuhren dort sehr langsam hinein. Dort sahen wir eine naturbelassene Landschaft und sehr viele Pflanzen und Libellen. Der Kanal war nur 3 m breit, sodass es eine Herausforderung für die Steuermänner war. Nach der Hälfte in einem etwas breiteren Stück drehten wir um und fuhren zurück zur Schleuse.

Am Zeltplatz unserer ersten Übernachtung haben wir noch einmal gestoppt und unsere Lunchpakete verspeist. Die Schwaanhavel hat uns alle beeindruckt und war das Gesprächsthema Nummer eins.

Gestärkt starteten wir mit kräftigen Paddelzügen über den Woblitzsee von dort zum Großer Labussee nach Zwenzow, wo wir am Abend eintrafen.

Nun mussten wir wieder unsere Zelte aufbauen und unsere Sachen einräumen um dann alles für das Abendessen vorzubereiten.

Erschöpft aber gemeinsam aßen wir Linsensuppe – frisch aus der Dose.

Ein kleiner Regenschauer zog über den Zeltplatz hinweg. Dies konnte aber unsere Laune nicht trüben und wir saßen noch bis in den Abend und erzählten über unseren gemeinsamen Tag, bis uns die Augen zufielen oder die Nachtruhe begann.

  

Tag 3

Die Regentropfen und ein leichter Wind weckten uns an diesem Tag und so konnten wir ausgeruht das Frühstück vorbereiten und zusammen genießen.

Der Tagesplan sah vor, dass wir bis zum Zeltplatz am Hexenwäldchen paddeln. Hierzu mussten wir durch Kanäle und Seen paddeln.

Nach dem Frühstück hat es aufgehört zu regnen und so haben wir unsere Sachen zusammengepackt und sind in die Boote gestiegen.

Mit etwas Gegenwind starteten wir unsere Tour über den Großer Labussee. Durch den Wind mussten wir vor jedem See eine neue Taktik überlegen, wie dieser möglichst kraftsparend zu befahren ist. Mit großer Erfahrung hat uns Herr Richter vor jeder Herausforderung erklärt, wie wir diese meistern können. So sind wir ihm gefolgt und konnten trotz des Windes mit viel Spaß unser Ziel ansteuern.

Gegen Mittag erreichten wir eine Schleuse. Bei dieser Schleuse mussten wir unsere Boote mit einem Schleusenwagen aus dem Wasser nehmen, über Land ziehen und dahinter wieder ins Wasser lassen. Insgesamt hatten wir 14 Boote – damit war klar, dass wir nach dem Kraftakt unsere Mittagspause verdient hatten. Die selbstgeschmierten Brote verspeisten wir auf dem Steg und auf der Wiese an der Schleuse – diese schmeckten herrlich.

Gut gelaunt und gekräftigt begaben wir uns auf den nächsten Abschnitt unserer Tour.

Es galt den Useriner See zu überqueren. Dieser große See hatte es in sich und wir benötigten viel Kraft um gegen den Wind anzukämpfen. Kleine Verschnaufpausen auf dem See haben geholfen neue Kraft zu sammeln. Eine Keksdose haben wir über alle Boote gereicht, so dass wir mit kräftigen Zügen weiter paddeln konnten.

Direkt an den Useriner See grenzt der viel kleinere Zierzsee, von diesem ging es über einen langen Kanal zum Görtowsee direkt bei Blankenförde – hier lag unser Etappenziel schon in Sichtweite: Das Hexenwäldchen

Jedoch mussten wir noch über einen weiteren Kanal und den Jamelsee bis zur Anlegestelle paddeln.

Der Wind hat uns viel Kraft gekostet und so haben wir die Zelte aufgebaut und unser Abendessen vorbereitet.

Gemeinsam haben wir gegessen und von dem anstrengenden Tag noch einmal erzählt.

Völlig erschöpft sind wir bald in die Zelte gekrochen und sehr schnell eingeschlafen.

  

Tag 4

Ein neuer Tag für ein neues Abenteuer – mit Wind und bei bewölkten Wetter erwachten wir schnell und frühstückten gemeinsam.

Inzwischen hatten wir Übung im zusammenpacken unserer Sachen und unserer Zelte, so dass wir schnell startklar waren und die Boote zu Wasser gelassen haben. Auch dies konnten wir inzwischen ganz allein.

Die nächste Etappe sollte uns nach Kratzeburg führen. Wir starteten auf dem Jamelsee um über den Kanal zum Jäthensee zu gelangen. Von dort führte unsere Tour wieder über einen sehr langen Kanal in den Zotzensee. Dieser See ist stark mit Schilf bewachsen und daher ist die Fahrrinne mit grünen Tonnen gekennzeichnet entlang dieser wir gepaddelt sind.

Ein kürzerer Kanal brachte uns auf den kleineren Pagelsee. Vom Pagelsee aus ist die Havel sehr schmal – eigentlich nur ein Bach. Daher kann man hier nicht paddeln. Neben der Havel verläuft eine 700m lange Lorenbahn. Auf diese haben wir unsere Boote geladen und auf der Bahn geschoben. Am Ende der Bahn war ein sehr kleiner See, so dass wir die Boote wieder einsetzen konnten und zum Schulzensee gepaddelt sind.

Am Ende des Schulzensees erreichten wir die Granziner Mühle. Hier erwartete uns die nächste aber auch letzte Schleuse.  Die Schleusen heißen hier auch Bootsslipanlagen. Dabei werden die Boote wieder aus dem Wasser auf den Schleusenwagen geladen, über Land gezogen und erneut zu Wasser gelassen. Hier an der Granziner Mühle haben wir auch unsere Verpflegung ausgepackt um neue Kraft für den nächsten Abschnitt unserer längsten und anstrengendsten Tagestour zu tanken.

Über ein kleines Ende des Granziner Sees sind in den letzten längeren Kanal zum Käbelicksee gefahren. Am gegenüberliegenden Ufer des Käbelicksees lag unser Tagesziel. Durch den Wind gab es auf dem Käbelicksee hohe Wellen. Herr Richter gab uns wieder Tipps, wie der See zu überqueren ist. Wir paddelten diagonal zu den Wellen, dieses war sehr anstrengend. Mit letzter Kraft haben wir den See überquert und unser Ziel den Campingplatz Naturfreund erreicht.

Erschöpft und glücklich hoben wir unsere Boote aus den Wasser, bauten unsere Zelte auf. Unsere Kräfte haben wir schnell wieder gesammelt und uns zum Volleyballspielen getroffen. Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen haben wir ein Lagerfeuer aufgebaut und uns um dieses gesetzt. Im Schein der Flammen haben Isabell und Niklas haben ihre Gitarren gestimmt, wir unsere Stimmen geölt und zusammen am Lagerfeuer gesungen.

Erst sehr spät sind wir in unsere Zelte gegangen um zu schlafen. Keiner wollte, dass dies unser letzter Abend war.

  

Tag 5

An unserem letzten Tag hat uns die Sonne geweckt. Wir haben noch einmal zusammen gefrühstückt und danach unsere Sachen gepackt, die Zelte abgebaut und alles im Bus verstaut.

Die Boote hatten wir schon am Abend vorher abgegeben. Daher konnten wir ganz entspannt die Rückreise antreten.

Zum Abschluss haben wir ein Foto unserer Projektgruppe Wasserwandern 2017 gemacht und sind mit dem Bus auf den Heimweg gestartet.

Nach den schönen Tagen beim Wasserwandern waren wir alle sehr erschöpft aber auch sehr gut glücklich. Im Bus wurde laut Musik angemacht und alle waren bester Laune. Wir haben als Team tolle Tage verbracht, bei denen wir uns besser kennengelernt haben, wir haben uns geholfen, gemeinsam gelacht und viele sehr schöne Landschaften gesehen.

Nach einer kurzen Pause haben wir am frühen Nachmittag Bernburg erreicht und wurden von unseren Eltern abgeholt. Von denen wurden wir gefragt, warum das Grinsen aus unseren Gesichtern nicht weggeht … es war ein super cooles Projekt!!! Wir alle haben es sehr genossen.

  

Wir bedanken uns bei Herrn Richter, Herrn Schreiner, Herrn Hrivnak, Herrn Rosch und Herrn Reichelt. Sie haben uns während des Projektes super betreut und standen uns mit Rat und Tat zur Seite und haben vor dem Projekt alles super organisiert.

 

Im Namen aller Teilnehmer des Projektes Wasserwandern 2017 – Gymnasium Carolinum

Frieda

 

Juni 2017